Zielgruppe:
Das Training richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Hafen, Logistik und maritimer Wirtschaft, die KI über den Chat hinaus nutzen möchten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Laptops und die benötigten KI-Tools werden gestellt.
Lernergebnisse:
Die Teilnehmenden verstehen, was KI-Agenten von Chatbots unterscheidet und wie selbstständig sie arbeiten können: vom Vorschlag bis zur eigenständigen Ausführung. Sie bauen einen Assistenten für ihre Arbeitsaufgaben und erleben einen Agenten bei der selbstständigen Bearbeitung einer mehrstufigen Aufgabe. Alle nehmen etwas Selbstgebautes und eine Bauanleitung mit nach Hause. Sie können einschätzen, was sie selbst umsetzen können und wann Datenzugriffe, Systemanbindungen und Fehlerrisiken professionelle Unterstützung erfordern.
Modul 1 – Was bestimmt die Antwort einer KI?
- Modell, Anweisung und Kontext: das Zusammenspiel verstehen
- Claude, ChatGPT und Microsoft Copilot im Vergleich
- Warum der Kontext den größten Unterschied macht
Modul 2 – Vom Chat zum Agenten
- Assistent, geplante Aufgabe, Agent: die Begriffe einfach erklärt
- Autonomiestufen: vorschlagen, vorbereiten, ausführen
- Für welche Aufgaben eignen sich Agenten in der maritimen Wirtschaft
Modul 3 – Praxis I: Der eigene Assistent
- Einen Assistenten für die eigene Arbeitsaufgabe bauen, ohne Prompt-Vorkenntnisse
- Anweisungen, Wissen und Ton selbst festlegen
- Ergebnisse als fertige Dokumente erzeugen, testen und verbessern
Modul 4 – Agenten im Arbeitsablauf
- Vom einzelnen Chat zum automatisierten Ablauf
- Verbindungen zu Ordnern, E-Mail und Kalender: Leserechte, Schreibrechte, Datenflüsse
- Was passiert, wenn ein Agent Zugriff auf Unternehmensdaten bekommt
- Datenschutz: wo Daten verarbeitet werden und was EU-konform geht
Modul 5 – Praxis II: Der eigene Agent bei der Arbeit
- Ein Agent bearbeitet selbstständig eine Aufgabe, z.B. im E-Mail-Postfach
- Freigaben festlegen: Was darf der Agent allein, mit Zustimmung oder nie?
- Fehler gezielt provozieren und auf die eigene Aufgabe übertragen
Modul 6 – Kritische Reflexion und Ausblick
- Grenzen des Eigenbaus: wann Systemanbindungen, Datensensibilität und Fehlerfolgen professionelle Unterstützung erfordern
- Eigene Anwendungsfälle nach Nutzen, Datensensibilität und Aufwand bewerten
- Ausblick: was in den nächsten zwölf Monaten auf Unternehmen zukommt
Unsere Dozierenden:
Michelle Gutting leitet das KI-Transformationsprojekt PortKIDialog+2035 für die deutsche Hafenwirtschaft und ist KI-Beauftragte bei ma-co. Seit 2020 beschäftigt sie sich intensiv mit KI. In Workshops und Vorträgen macht sie komplexe Themen verständlich und zeigt, wie Unternehmen KI im Arbeitsalltag nutzen können.
Dr. Maximilian Focke ist Gründer und Geschäftsführer der AiTrain GmbH in Hamburg. Mit seinem Team entwickelt und betreibt er KI-Agenten, die in mittelständischen Unternehmen wiederkehrende Recherche-, Dokumenten- und Backoffice-Aufgaben übernehmen. Zuvor war er sechs Jahre bei Rödl & Partner in der M&A-Beratung tätig und hat dort erste Projekte zur Automatisierung von Analyse- und Reporting-Prozessen angestoßen. Er lehrt an der Leuphana Universität Lüneburg.
Unsere Methodik:
Kurze Wissensblöcke wechseln sich mit praktischen Übungen ab, in denen alle selbst bauen. Die Beispiele stammen aus Hafen, Logistik und maritimer Wirtschaft, gearbeitet wird mit vorbereiteten Beispieldaten. Laptops mit Zugang zu aktuellen KI-Modellen werden gestellt, ein eigener Firmenrechner ist nicht erforderlich. Eine begleitende Kursseite mit allen Anleitungen und Vorlagen bleibt nach dem Workshop zwei Wochen geöffnet.